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Kaminofen Abschaltung 2024: Ist Ihr Kaminofen betroffen?

Die Kaminofen Abschaltung zum Ende des Jahres 2024 stellt für über drei Millionen Haushalte in Deutschland eine bedeutende Herausforderung dar. Viele Besitzer fragen sich nun, ob und wie sie ihre Feuerstätten weiter betreiben dürfen. Wir helfen dir dabei herauszufinden, ob dein Kaminofen betroffen ist und welche Schritte du unternehmen kannst, um dich vorzubereiten.

Was ist die BImSchV?

Die Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) in Deutschland schützt Umwelt und Gesundheit gemäß dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Besonders wichtig sind die Verordnungen für Holzfeuerungsanlagen, die Emissionsgrenzwerte festlegen, um Belastungen zu vermeiden. Verstöße werden mit Bußgeldern geahndet.

Die neuen Regularien

Gemäß der BImSchV gelten für Einzelraumfeuerstätten unterschiedliche Emissionsgrenzwerte, abhängig vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme: Vor dem 21.03.2010 dürfen 0,15 PM/m³ und 4 CO/m³ nicht überschritten werden. Ab dem 22.03.2010 gelten Werte von 0,075 PM/m³ und 2 CO/m³, und nach dem 31.12.2014 dürfen diese Werte 0,04 PM/m³ und 1,25 CO/m³ nicht überschreiten. Kachelöfen müssen einen Mindestwirkungsgrad von 80% erreichen, andere Anlagen von 75%. Genauere Information findest du auf: https://www.bmuv.de/heizen-mit-holz/verordnung-ueber-kleine-und-mittlere-feuerungsanlagen.

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Ausgenommene Anlagen

Ausgenommen von der Regelung sind alle Anlagen, die eine der folgenden Bedingungen erfüllt:

  1. Offene Kamine, die sehr selten benutzt werden
  2. Historische Kaminöfen
  3. Herde oder Backöfen, mit denen Speisen zubereitet werden
  4. Badeöfen
  5. Grundöfen oder auch handwerklich vor Ort gesetzte Kachelöfen
  6. Feuerstätten, die die einzige Wärmequelle im Haus darstellen

So findest du heraus, ob deine Anlage betroffen ist

Zuerst solltest du das Typenschild deines Ofens überprüfen. Es befindet sich oft an der Rückseite, manchmal unten oder im Aschekasten. Dort findest du Informationen wie Hersteller, Modell und Abgaswerte. Wenn das Datum vor 2015 liegt, prüfe die Staub (PM) und CO-Werte, ob sie unter den Grenzwerten liegen.

Falls kein Typenschild vorhanden ist, suche in mitgelieferten Dokumenten wie Rechnungen oder Bedienungsanleitungen nach Hersteller und Modell. Besuche dann www.cert.hki-online.de, die Datenbank für Emissionswerte von Feuerstätten. Suche nach deinem Hersteller und Modell. Überprüfe unter “Bewertung von Emissionsdaten und Wirkungsgrad Holz”, ob bei D: Stufe 2 und ein grüner Haken ist.

Falls du Hersteller und Modell nicht findest, frage deinen Schornsteinfeger. Er hat die Anlage normalerweise im Kehrbuch erfasst und kann sagen, ob dein Ofen betroffen ist.

So kannst du vorgehen, falls du betroffen bist

Wenn dein Gerät betroffen ist, hast du 4 Optionen, wie du weiter vorgehen kannst:

  1. Austausch deines Gerätes
  2. Nachrüstung deiner gesamten Anlage
  3. Erhalt einer Ausnahmegenehmigung durch eine Einstufungsmessung
  4. Abschaltung (im besten Fall mit einem Rückbau der Anlage)

Auf keinen Fall solltest du nichts unternehmen und weiterfeuern. Denn ab Ende 2024 erlischt deine Betriebserlaubnis. Wenn das auffällt, muss dein Schornsteinfeger die Ordnungsbehörden einschalten. Neben der Kaminofen Abschaltung droht ein Bußgeld von bis zu 5000€. Im Falle eines Brands könnte deine Versicherung die Schadensübernahme verweigern.

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